Verbesserung der CO2-Bilanz von Zement und Beton
Seit 1990 konnten die CO2-Emissionen in der Zementherstellung um 35% gesenkt werden. Dies geschah vor allem durch die Reduktion von Klinker im Zement, durch den Einsatz von Abfällen als Brennstoffe, aber auch durch Prozessoptimierungen.
Eine weitere Senkung der Emissionen wird durch verschiedene Massnahmen angestrebt, wie die Schweizer Zementindustrie in ihrer Roadmap festhält. Ein vielversprechender Ansatz ist es, einen Teil des Klinkers durch kalzinierten Ton zu ersetzen. Dieser von der EPFL vorangetriebene Ansatz geht von einer Halbierung der CO2-Emissionen aus. Die Fachgruppe Georessourcen Schweiz (FGS ETH Zürich) untersucht im Auftrag von swisstopo, ob geeignete Tonvorkommen in der Schweiz vorhanden sind.
Auch beim Beton gibt es diverse Bestrebungen zur Senkung der CO2-Emissionen. Eine Ergänzung zur Norm für Beton (nationaler Anhang zu SN EN 206, gültig ab 1. Februar 2025) ermöglicht die Verwendung von Materialien aus der Kreislaufwirtschaft und CO2-optimierte Ausgangsstoffe für die Herstellung von ökologisch nachhaltigerem Beton. Dadurch können Recyclingbeton, zementarme Betonmischungen und innovative Produkte mit z.B. Pflanzenkohle als CO2-Binder entwickelt und eingesetzt werden.

